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Sonntag, 13. November 2022

Zadar - Karlovac

Die Nacht in Zadar auf dem Parkplatz war etwas unruhig. Es begann so ab 3 Uhr in der Nacht, als immer wieder grölende Horden über den Parkplatz zogen.
Kurz nach 4 Uhr hat dann irgendein mutmaßlich stark alkoholisiertes Individium auch noch gemeint, er müsste mal kräftig klopfen, aber wir haben das einfach ignoriert und ab 4.30 Uhr war dann Ruhe. Das ist einfach der Nachteil, wenn man mitten in der Stadt irgendwo steht.

Heute Morgen waren wir dann völlig überrascht, als wir gegen 6.30 Uhr aus der Karre geklettert sind. Es war ja komplett schlechtes Wetter angesagt aber um diese Zeit war noch keine Wolke am Himmel und es hatte 13 Grad.

Wir sind dann kurz nach 8 Uhr bei überwiegend sonnigem Wetter weggefahren.
Zunächst haben wir in Zadar für 13,19 Kuna - ca. 1,75 Euro - noch einmal vollgetankt. 

Danach ging es weiter in Richtung Plitvice.

Hier bei Maslenica haben wir einen kurzen Stopp eingelegt, da die beiden Brücken im Sonnenlicht richtig schön aussahen.

Nach Jesenice ging es dann in Richtung Gračac ins Gebirge.

Hinter uns zog der Himmel immer mehr zu. In unserer Richtung waren immer noch viele blaue Löcher.



Wie man hier schon sehen kann, war es dann gegen 11 Uhr allerdings vorbei mit blauem Himmel.

Ca. 20 km vor den 3 Eingängen zum Nationalpark Plitvice kamen wir in eine üble Nebelsuppe mit teilweise unter 50 Metern Sicht.
Die Temperatur ging ebenfalls stetig nach unten und hatte auf Höhe des Parks gerade noch 4 Grad.

Witzig fanden wir, dass auf den Parkplätzen an den Eingängen viele Reisebusse standen. Wir haben uns gefragt, was die Leute im Park wohl machen. Wenn die auf der Aussichtsplattform stehen haben die bei dem Nebel nicht die geringste Chance, den Wasserfall zu sehen, aber kann ja einfach irgendwo einen Kaffee trinken.
Aufgrund des Nebels gibt es natürlich von dort auch keine Bilder, zumal wir einfach durchgefahren sind. Erst ca. 30 km weiter wurde es dann etwas besser und die dicke Suppe lichtete sich etwas.
Nach etwas mehr als 200 km sind wir gegen 14 Uhr in Karlovac auf den Parkplatz des Sportzentrums gefahren.

C. hatte den ausgesucht, weil es 2 direkt angrenzende Restaurants gibt. Allerdings haben wir, als wie hier standen, festgestellt, dass beide irgendwelche Nobelschuppen mit absolut miesen Bewertungen sind.
Die Lage des Parkplatzes ist sehr schön direkt am Fluss Korana. Es ist wohl das Spaziergängergebiet der Einwohner hier, weil aktuell Völkerwanderungen unterwegs sind.
Auf jeden Fall hatte es hier bei der Ankunft 11 Grad und nur einen leichten Hochnebel, durch den ab und zu die Sonne blinzelt.
Wir bleiben jetzt hier stehen und haben uns schon ein kleines Lokal mit einheimischer Küche in der Stadt ausgesucht. Da laufen wir später hin und ignorieren die beiden Nobelschuppen, die hier direkt am Parkplatz sind.

Ps: Was ich gestern noch vergessen habe:

Als wir auf dem Weg nach Zadar durch die Provinz gefahren sind, waren gefühlt sämtliche kroatischen Familien mit Kind und Kegel auf den Äckern und haben Oliven geerntet. Wir fanden das etwas ungewöhnlich, weil wir in den letzten Wochen ja in allen Ländern, die wir durchquert haben, Leute bei der Olivenernte gesehen hatten. Es kam uns hier ein bisschen so vor, als ob es einen vorgeschriebenen Tag für die Ernte gibt und alle zusammen in die Gärten stürzen.


Samstag, 12. November 2022

Krka NP - Zadar

Heute Morgen haben wir extra noch einmal den Wetterbericht überprüft und da hieß es, wie gestern auch schon, dass es am Morgen bis ca. 12 Uhr bewölkt sein soll und es dann den ganzen Nachmittag über wolkenlos sei.

Also sind wir nach dem Frühstück ganz langsam in Richtung Zadar aufgebrochen.

Es ging zunächst nach Skradin und dann weiter in Richtung Bićine.
Es war mit 15 Grad nicht wirklich kalt. Allerdings ging ein etwas unangenehmer Wind, so dass gefühlte 12 Grad waren.

Um Zeit zu schinden haben wir auch mal Stopps an irgendwelchen Kirchen gemacht und diese besichtigt.


Trotz dem Getrödel war es erst kurz nach 11 Uhr, als wir in Zadar auf einen kostenlosen Parkplatz gefahren sind. Den haben wir im letzten Jahr, als es hier regnerisch und windig war, schon angesteuert. Da war allerdings ein richtiges Tohuwabohu und man hatte keine Chance, einen Stellplatz zu finden.

Heute bei der Ankunft war der Platz nahezu leer und in der einzigen Pfütze, die nur wenige Meter entfernt ist, badeten diverse Vögel.

Kurz darauf marschierte diese Möwe mit ihrem Corona-Mundschutz zur Pfütze. Sie war noch 2 Meter entfernt, als alle anderen Viecher schlagartig davonflogen. Die hatten wohl Angst, sich anzustecken.


Es war dann etwas zäh. Gegen 12 Uhr wurde es immer dunkler und ein Blick in den Wetterbericht zeigte uns, dass das schöne Wetter immer weiter nach hinten verschoben wurde.

Gegen 12.30 Uhr fing es dann auch noch an zu tröpfeln. Das dauerte so ca. 45 Minuten und als es aufhörte, sind wir trotz grauem Himmel in Richtung Altstadt gelaufen.




Kaum waren wir im Zentrum, riss der Himmel tatsächlich auf und es wurde noch einmal richtig schön.

In die eine Blickrichtung war es noch schwarz...
...und in der Gegenrichtung sah es so aus.
Wir sind dann noch 2 Stunden kreuz und quer durch die Altstadt gelaufen, die ebenfalls total leer war. Die meisten Gschäfte und Lokale hatten geschlossen. 

Letztes Jahr im Oktober waren hier trotz des Regens Menschmassen unterwegs.












Wir haben dann noch in einem Schnellimbiss was gegessen und kamen gerade zum Auto zurück, als die Sonne hinter dem Berg verschwand.

Jetzt ist es noch nicht einmal 17 Uhr und schon stockfinster.

Für Morgen ist fast überall trübes Wetter angesagt. Da werden wir dann mal ein bisschen Strecke machen.
 

Freitag, 11. November 2022

Knin - Krka NP (Camp Marina)

Unsere Bekannten, die vorgestern auch vom Camping Sirena weggefahren sind, haben gestern Abend noch einige Bilder im Status gepostet. Sie sind etwas schneller in Richtung Norden gefahren und hatten relativ schnell dichte Wolken und Regen, während wir hier in Knin immer noch in der Sonne standen. Das hat unsere Motivation, weiter in Richtung Heimat zu fahren, etwas gedämpft.
So sind wir heute Morgen bei strahlendem Himmel erstmal in den Lidl in Knin gefahren und haben uns mit einigen Vorräten eingedeckt. Es hatte schon um 9 Uhr um die 15 Grad und es war keine Wolke am Himmel.
Von Knin aus ging es weiter über kleine Nebenstraßen in Richtung Lozovac im Krka NP. Genau genommen waren das wieder 50 km in südliche Richtung, aber das war uns egal, weil für die Region Strahlesonne angesagt war.

Als Ziel hatten wir das Camp Marina, in dem wir im letzten Jahr schon 2 Tage waren und wo es uns wirklich gut gefallen hat.

Da die Entfernung eben nur 50 km war und wir schon kurz nach 9 Uhr losgefahren sind, haben wir ziemlich rumgetrödelt. Wir wollten ja nicht schon um 10 Uhr auf dem Campingplatz einlaufen.

Wir haben deshalb jede Dorfstraße genutzt....
...und einige Stopps eingelegt, um schöne Blümchen zu fotografieren.
Hier waren wir dann am Čikola-Canyon, einer schönen Schlucht, die schon zum Krka-Nationalpark gehört.



Auf dem weiteren Weg zum Camping Marina kamen wir dann mal wieder an einem Panzer vorbei, den die Ukraine sicher besser brauchen könnte.
Trotz dem rumgetrödel waren wir schon kurz vor 11 Uhr im Camp Marina. Es hatte zwischenzeitlich 19 Grad und wir haben gleich die Stühle und den Tisch rausgestellt, um den schönen Mittag in der Sonne zu verbringen. Als wir ankamen, war nur ein Fahrzeug auf dem Platz und das fuhr kurz nach unserer Ankunft weg.
So saßen wir gemütlich alleine auf dem Platz und haben die Schmetterlinge fotografiert, ....
...als gegen 15 Uhr plötzlich auf der Durchgangsfahrbahn vor dem Platz ein weiterer Oman vorbeifuhr und natürlich sofort die Bremse reingehauen hat, da sie unser Auto gesehen hatten.

Irgendwie ist das schon komisch. Es gibt weltweit keine 250 Autos dieses Typs, aber man trifft sich irgendwie ständig.

Das junge Paar, das das Fahrzeug relativ neu hat, wollte hier eigentlich gar nicht bleiben und hat nur angehalten, weil sie unseren Oman gesehen haben.

Das Ende vom Lied war, dass wir hier bis 18 Uhr zusammen saßen und einen regen Austausch über das Fahrzeug hatten. Dann wurde es aber so langsam kühl und wir sind zum Essen in die Kneipe auf dem Platz gegangen, während die anderen Omanis selbst kochen wollten.
Wir haben die Grillplatte für 2 Personen, die im letzten Jahr schon so lecker war, bestellt.

2 Schweinesteaks, 2 Koteletts, 2 Ćevapčići und 2 Spieße. Dazu gegrilltes Gemüse und viel zu viele Pommes.
Natürlich haben wir die wieder nicht geschafft und haben dann für das Essen, den Campingplatz und einen halben Liter Wein unter 50 Euro bezahlt. 

Vor einer Stunde haben wir Nachricht von den Bekannten mit dem Oman bekommen, die etwas schneller in Richtung Norden unterwegs sind.

Die sind auch heute den ganzen Tag in der Nebelsuppe rumgefahren. Wir haben deshalb mal den Wetterbericht gegoogelt und gerade wieder unsere Route geändert. Morgen wollen wir nach Zadar, weil es im letzten Jahr, als wir dort waren, geregnet hat und für morgen dort schönes Wetter angesagt ist.

Dann schauen wir weiter in Richtung Slowenien und Österreich. Auch dort soll es angeblich am Dienstag und Mittwoch sonnige Tage geben und wir versuchen jetzt einfach, dann jeweils an der sonnigen Stelle zu sein. Ob das klappt, werden wir sehen.